Workshop #2: Mit dem Verein in die Zukunft

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Im Workshop #2: Mit dem Verein in die Zukunft stellte Josefa Kny von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit die Methode des „Backcastings“ vor. Mit dieser Strategie wird die Zukunft nicht – wie gewohnt – aus der Gegenwart heraus geplant, sondern genau umgekehrt. Dazu wird gefragt: Wie werden wir in der Zukunft auf unsere heutige Vereinsarbeit zurückblicken? Dieser Perspektivwechsel dient dazu, eine Vision, einen wünschenswerten Zustand in der Zukunft, zu erschaffen. Von dort aus geht es Schritt für Schritt zurück in die Gegenwart: Was ist der letzte Schritt, um diese Zukunftsvision zu erreichen? Und was der vorletzte? Auf diese Weise entstehen neue Ideen. Aber auch Notwendigkeiten werden offenbart, die sonst im Dunkeln geblieben wären.

Einige der Teilnehmenden waren es bereits gewohnt, ihre Aktivitäten bis auf über fünf Jahre in die Zukunft zu planen. Aber auch Vereine, die kurzfristiger arbeiten, konnten von diesem Perspektivwechsel profitieren. Er ermöglicht, sich bewusst zu entscheiden, wie der eigene Verein langfristig aufgestellt sein soll. Er hilft aber auch, aus dem Alltag heraus zu zoomen, um die Prioritäten neu zu sortieren. So kann immer wieder geprüft werden, ob es sich beispielsweise wirklich lohnt, alle Ressourcen an eine Antrags-Deadline zu binden, oder ob es manchmal nicht doch besser ist, eine Antragsrunde auszusetzen, um sich den eigentlich gewünschten Aktivitäten zu widmen.

Manchmal funktioniert die Methode des „Backcastings“ auch anders, als geplant. Eine Kleingruppe bearbeitete das Thema Finanzierung, konnte sich aber nicht auf eine gemeinsame Zukunftsvision einigen. Zu unterschiedlich waren ihre bisherigen Ansätze und Betätigungsfelder. Doch förderten gerade diese Unterschiede einen regen Austausch. Und das ist häufig der beste Weg, die eigenen Strukturen neu zu denken: Mit anderen Menschen reden, sich austauschen und so Impulse für die eigene Vereinsarbeit einsammeln.

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