Call for Members 2012

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Der Call for Members geht bereits in die zweite Auflage. Seine Premiere erlebte er zwischen März und August 2012. „Wir packen was drauf!“ war damals das Motto. Und diese Losung hatte Erfolg: Knapp 100 Kunst- und Kulturvereine nahmen am Wettbewerb teil. Allen gemeinsam gelang es, über 3.000 neue Mitglieder zu werben. Rückblickend ging es für sie aber nicht nur darum, an der Basis zu wachsen – auch wenn dies das erklärte Ziel des Wettbewerbs war. Ein mindestens ebenso wichtiger Effekt war, dass die Vereine sich auf sich selbst besonnen und ihre Mitglieder ebenso wie ihr Umfeld mobilisiert haben. Um durchschnittlich 36 Neumitglieder sind die teilnehmenden Vereine im Rahmen des Wettbewerbs gewachsen. Als Resultat konnten damit selbst bei zurückhaltender Schätzung mindestens 100.000 Euro an zusätzlichen Mitteln aus Mitgliedsbeiträgen in die Kassen der beteiligten Kunst- und Kulturvereine gespült werden. Unter Tipps & Tricks stellen wir Ihnen einige der Gewinner in persönlichen Portraits vor.

Info-Tournee

Dem Wettbewerb war eine zweimonatige Informationskampagne mit 13 Stationen in allen fünf neuen Bundesländern vorausgegangen. Die in Zusammenarbeit mit der Agentur anschlaege.de entwickelte und realisierte Tour bot neben Informationen zu den Bedingungen des Wettbewerbs auch individuelle Beratung und Best Practice-Beispiele aus der Arbeit anderer Vereine an.

Preisverleihung

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 6. Oktober 2012 im LUX Kino in Halle zeichnete die Kulturstiftung des Bundes die erfolgreichsten 35 Teilnehmer für ihre besondere Leistung im Wettbewerb mit Prämiengewinnen aus.

Pro neu gewonnenem Mitglied erhielten die Gewinner in der ersten Runde des Call for Members eine Prämie von 100 Euro. Maximal 5.000 Euro an Matching-Fund-Prämien wurden auch damals ausgeschüttet, das entsprach 50 neuen Mitgliedern. Bis zu 134 Neumitglieder hatten die teilnehmenden Vereine gewonnen – allein 19 von ihnen erreichten einen Mitgliederzuwachs von weit über 50 Personen.

Eine detaillierte Auflistung aller Gewinnervereine des Wettbewerbs können Sie hier downloaden.

Das waren einige der erfolgreichsten Vereine

Besonders erfolgreich war der brandenburgische Verein Ponderosa, der sich in einem Gutshof im Landkreis Barnim für zeitgenössischen Tanz und Performance engagiert. Der Verein steigerte seine Basis von anfänglich 12 auf 136 Mitglieder. Mit über hundert neuen Mitgliedern konnte auch der Förderverein Atelierhaus Panzerhalle seine Mitgliederstruktur entscheidend stärken. Durch jährliche Ausstellungen belebt der Förderverein das Künstlerzentrum und kümmert sich um die Entwicklung und den Betrieb des Gebäudes, das Teil einer ehemaligen Kaserne in der Nähe von Potsdam ist.

Ebenfalls über hundert neue Mitglieder gewann die Cinémathèque Leipzig. Der Verein zur Förderung internationaler Filmkunst nutzte seine Wettbewerbsprämie für eine inhaltliche Neuausrichtung und für verbesserte Vermittlungsarbeit. Gemeinsam mit dem Atelierhof Werenzhain, einem Künstlerhaus am Rand des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, kamen sie zudem auf den ersten Platz im Sonderpreis Kooperation. Die beiden Vereine initiierten mit der Förderung ein gemeinsames Filmfestival in Werenzhain. Die zweite Kooperationsprämie gewannen die beiden brandenburgischen Vereine Kind & Kegel und Kultur im Bahnhof. Der soziokulturelle Verein Kind & Kegel, der sich der kulturellen Förderung von Kindern und Jugendlichen in Eichswalde widmet, und der Verein Kulturbahnhof, der den stillgelegten Bahnhof von Biesendorf bespielt, schlossen sich zu einem „Kulturtandem“ zusammen und tauschen bis heute ihre kulturellen Projekte mit dem anderen Ort. Den dritten Preis erhielt die Kooperation aus dem Atelierhaus Panzerhalle mit dem Kunstverein Schwerin, die eine gemeinsame Ausstellung realisierten.

Weitere Zahlen zum Wettbewerb 2012

64 der knapp hundert teilnehmenden Vereine stammten aus dem städtischen Raum (d.h. aus Gemeinwesen mit 10.000 oder mehr Einwohnern) und erzielten einen relativen Mitgliederzuwachs von knapp 40 Prozent. Die 21 teilnehmenden Vereine aus dem ländlichen Raum konnten sogar einen relativen Mitgliederzuwachs von fast 70 Prozent verbuchen. 1.089 Mitglieder wurden in Brandenburg hinzugewonnen, 894 Mitglieder in Sachsen, 421 Mitglieder in Sachsen-Anhalt, 382 Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern und 268 Mitglieder in Thüringen.